KORPYS/LÖFFLER – Personen Institutionen Objekte Sachen

Korpys/Löffler, Keller, 2018, Installation view Kunstverein Braunschweig, 2018,
Courtesy of the artists
Photo: Stefan Stark

Kornelia Hoffmann, Psychogrạmm, Träger mit Gastgeschenk,
gesammelt 02/2018, Bremen, TOR 25, Gästezimmer Kunstverein Braunschweig, 2018,
Courtesy of the artists
Photo: Stefan Stark

Korpys/Löffler, Keller, 2018, Installation view Kunstverein Braunschweig, 2018,
Courtesy of the artists
Photo: Stefan Stark

Korpys/Löffler, Geist, 2012-14,
Installation view Kunstverein Braunschweig, 2018,
Courtesy of the artists
Photo: Stefan Stark

Korpys/Löffler, Geist, 2012-14, Installation view Kunstverein Braunschweig, 2018,
Courtesy of the artists
Photo: Stefan Stark

Korpys/Löffler,Verwisch die Spuren, 2016, Installation view
Kunstverein Braunschweig, 2018,
Courtesy of the artists
Photo: Stefan Stark

Korpys/Löffler,Verwisch die Spuren, 2016, Installation view
Kunstverein Braunschweig, 2018,
Courtesy of the artists
Photo: Stefan Stark

Korpys/Löffler, Personen, Institutionen, Objekte, Sachen, 2014, Installation view Kunstverein Braunschweig, 2018,
Courtesy of the artists
Photo: Stefan Stark

 Die umfangreichen Ausstellung „Personen Institutionen Objekte Sachen“ präsentiert Werke des Künstlerduos Korpys/Löffler aus zwei Jahrzehnten. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigen sich Korpys/Löffler mit dem geheimen Wirken und der medialen Vermittlung von Macht in Form von Architekturen, Repräsentanten oder Objekten. Die Künstler interessieren im Verborgenen agierende Exekutivorgane wie das Bundeskriminalamt oder der Bundesnachrichtendienst und die Polizei, der Papst oder der US-Präsident als personifizierte Obrigkeiten. Aktuelle Kontroversen zwischen Verbraucherschutz und exzessiver Datenkumulation, individueller Freiheit und staatlich organisierter Sicherheit werden ebenso wie Fragen nach den Bildpolitiken von Regierungsapparaten und Medien berührt. Mit ihrem so präzisen wie nüchternen Blick beobachten Korpys/Löffler Phänotypen der Macht und nehmen Details und Nebenschauplätze ins Visier. 

Aus der Deckung gefilmt, nehmen Korpys/Löffler die Perspektive von Journalisten, Detektiven oder Voyeuren ein. An die Stelle linearer Narrationen rücken assoziative Verbindungen unterschiedlicher Aspekte des untersuchten aktuellen oder historischen Ereignisses, wobei die filmbasierten Arbeiten oft in Installationen eingebettet und um Fotografien und Zeichnungen ergänzt werden. 

In der Auseinandersetzung mit dem Ort des Kunstvereins werden Korpys/Löffler die Funktionen einzelner Räume der Villa Salve Hospes vertauschen. Bisher verborgene Räume werden in den Ausstellungsparcours einbezogen: Die strategische Sichtbarmachung des Abseitigen wird auf den Raum der Ausstellung übertragen. Transformation, aber auch Dekonstruktion werden zu produktiven Verfahren, wenn bestehende Verhältnisse nicht nur verändert, sondern – wie in der Werkserie der „Geister“ (2012-2014) – auch existierende Arbeiten fremder Künstler destilliert in eigene Arbeiten überführt werden. 

Begleitend zur Ausstellung ist eine Publikation in Kooperation mit der Kunsthalle Tübingen und dem Hartware MedienKunstVerein Dortmund mit Texten von (u.a.) Dr. Sabine Maria Schmidt, Dr. Holger Kube Ventura und Steffen Zillig herausgegeben worden. Unter jeweils verschiedenen Schwerpunktsetzungen werden die Arbeiten nach dem Auftakt in der Kunsthalle Tübingen und der Ausstellung im Kunstverein Braunschweig Ende 2018 im Hartware MedienKunstVerein Dortmund gezeigt. 

Die in Bremen geborenen Künstler Andree Korpys (*1966) und Markus Löffler (*1963) arbeiten seit rund 25 Jahren an gemeinsamen Projekten. Ihre Werke waren u.a. in Gruppenausstellungen im Rahmen der Berlin Biennale (2016), im ZKM Karlsruhe (2015), in den Kunst-Werken – KW Institute for Contemporary Art Berlin (2015), im Kunstverein Karlsruhe (2015), im Museum Kunstpalast Düsseldorf (2014) oder im Marta Herford (2013) vertreten. 2007 widmete die Wiener Secession ihren Arbeiten eine groß angelegte Einzelausstellung. Nach einer Gastprofessur an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (2007-2009) sind Korpys/Löffler seit 2009 Professoren an der Hochschule für Künste in Bremen mit dem Schwerpunkt „Künstlerische Raum- und Körperkonzepte“. GÄSTEZIMMER: Kornelia Hoffmann Als Kommentar und Kontrast zur jeweiligen Hauptausstellung werden KünstlerInnen oder KuratorInnen eingeladen, jenen Raum zu bespielen, der in der Villa Salve Hospes ursprünglich als Gästezimmer genutzt wurde. Im Rahmen der Präsentation der Arbeiten von Korpys/Löffler wird Kornelia Hoffmann (*1964 in Remscheid) eine speziell für den Raum entwickelte Installation zeigen, die auf der Spurensuche als künstlerische Strategie basiert. 

Idee und Konzept: Dr. Jule Hillgärtner, Dr. Holger Kube Ventura Kuratorin: Christina Lehnert 

Kuratorische Assistentin: Nele Kaczmarek 

Kunstverein Braunschweig

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