Korakrit Arunanondchai und Ed Fornieles

Für den Messestand der jungen Londoner Galerie Carlos/Ishikawa auf der Frieze Art Fair Focus haben die Künstler Ed Fornieles, Korakrit Arunanondchai und Oscar Murillo gemeinsam eine performative Installation entwickelt, die zur Luxuswelt der Kunstmesse einen Kontrapunkt bildet. Murillo füllt Becken aus gebürstetem Aluminium mit unförmigen Teigklumpen und stellt sperrige Arbeitstische mit Kupferplatten in den Raum. Arunanondchai stellt Bänke hinzu, die mit Denimjacken und Feuer-Prints bedeckt und goldener Farbe beschmiert sind. Fornieles lässt junge Frauen in zerfetzten Karohemden an diesen Tischen und auf diesen Bänken sitzen, die vorbeigehenden Besucher die Fingernägel lackieren. Der punkige corporate look, das Nageldesign und die Materialien wirken teils edel, teils billig. Vor ein paar Monaten kritisierte Jerry Saltz Oscar Murillos Ausstellung bei David Zwirner in New York für dessen Anspruch, die Welt mit sozialen Realitäten zu konfrontieren, den ökonomischen Kontext allerdings nicht genügend zu reflektieren.[1]
Auf der Frieze Art Fair ist der zum Event und sozialer Sphäre gewordene Stand vor allem amüsant, bildet zugleich die Anknüpfung an umfassenderen Präsentationen in der Stadt: von Fornieles in der Chisenhale Gallery und von Arunanondchai in den Räumlichkeiten von Carlos/Ishikawa. Dort setzen die beiden Künstler konventionelle Ausstellungsformate außer Kraft. Sie erschaffen emotional aufgeladene Kunstwerke, die sich mit soziokulturellen Aspekten auseinandersetzen, indes unterschiedliche ästhetische Botschaften transportieren.

Korakrit Arunanondchai ist während der Frieze Art Fair in London omnipräsent. Seine Einzelausstellung bei Caros/Ishikawa trägt den Titel „2557. Painting with history in a room filled with men with funny names 2“. Am Eingang der Galerie in einem heruntergekommenen Hinterhof im East End trifft man auf paar Mannequins mit langen, buschigen Haaren, angezogen in merkwürdig geschnittenen und geschichteten, mit Farbe verschmierten Outfits. Seit Tagen zirkuliert im Internet ein Teaser zur Ausstellung. Manche Elemente finden sich wieder: das Denim, die Feuer-Prints, das Manchester-United-Trikot. Über das Trikot liest man in der Pressemitteilung, ManU sei das Lieblingsteam des Bruders des Künstlers. Mit ihm gemeinsam produziert Arunanondchai eine mit dem Ausstellungstitel gleichnamige Videoarbeit am weißen Tempel Wat Rong Khun. Das Ganze wirkt wie eine selbstgemachte Story von Teenagern, die coolen Style mit Romantik sowie Ernsthaftigkeit mischen. Der Künstler, ein früherer Popsänger, reichert den Film mit einem stimmungsvollen Soundtrack an und zeigt in einem ebenso schnellen wie ausgewogenen Rhythmus, ähnlich einem Videoclip, Naturaufnahmen und touristische Schauplätze in Thailand sowie junge Menschen, die diese Orte unbefangen für sich entdecken. Gegen Ende des Films bemalen Protagonisten ihre Körper mit Farbe und pressen Abdrücke auf Denim-Leinwände, die nun in der Londoner Installation hängen. Der Film ist der letzte Teil einer seit 2012 entstehenden und bereits in MoMA PS1 früher in diesem Jahr gezeigte Trilogie. Im Londoner Old Selfridges Hotel, einer Baustelle mit dekadentem Charme, ist Arunanondchais Performance zu sehen: Die länger als eine Stunde dauernde Show besteht aus Life-Auftritten und allen Teile der Filmtrilogie. Zwischen den Filmprojektionen rappt Arunanondchai mit den „The Bangkok Boys“, während Maschinen Rauch verbreiten. Es ist eine spektakuläre Show, emotional und spirituell aufgeladen. Höhepunkte der Performance sind erneut das Bemalen der Körper der Performer sowie der Auftritt der Performance-Künstlerin Boy Child, die kaum bekleidet in Rauch und Farblicht eine Abfolge von heroischen Posen einnimmt. Ihr Tanz ist so mysteriös wie episch.

Die Aufführung von Arunanondchai basiert auf einer Live-Aktion für die TV-Show „Thailand’s got Talent“, wo eine Frau mit nacktem Oberkörper – in der Show als Künstlerin präsentiert, in Wirklichkeit eine Go-Go-Tänzerin – mit kreisenden Bewegungen auf einer Leinwand Farbe verteilt. In Interviews weist Arunanondchai auf die Empörung hin, welche die Aufführung ausgelöst hatte, sowie auf die darauf folgende Debatte über Performance in der thailändischen Kultur. Während der Künstler in seinen Filmarbeiten Ausschnitte aus der Show zeigt und so den Eindruck vermittelt, eine Auseinandersetzung mit dem lokalen Kunstkontext zu suchen, sind seine Arbeiten bisher hauptsächlich in Institutionen der Kunstmetropolen wie New York und London zu sehen. Dabei fällt er dadurch, dass er die Aktion zu einer transzendenten Erfahrung erhebt, in ein überkommendes Künstlerbild zurück. Bereits in den 1960er Jahren weigerte sich etwa Nam June Paik, derartige Überhöhungen zu akzeptieren und parodierte durch seine Body Art das meditative Kunstschaffen. Aronunondchai wirkt insofern seltsam anachronistisch. Auch ist eine kritische Haltung nicht zu erkennen. Im Gegenteil: Indem er zusammen mit Modedesignern, Musikproduzenten und Lichtagenturen die Shows organisiert, werden seine Filme zu Anleitungen für einem bestimmten Lifestyle, dessen Markenzeichen der Künstler selbst vorgibt.

Beim ersten Betreten der Ausstellung „Modern Family“ von Ed Fornieles in der Chisenhale Gallery ist die sich ausbreitende Kunstlandschaft überwältigend. Man bewegt sich zwischen Pavillons, Brunnen, Pools, Bars, Grills und hat den Eindruck, auf ein verlassenes privates Grundstück nach einer BBQ-Party am Ende des Sommers geraten zu sein. Die Objekte sind aus einfachen Materialien wie Gips und unbehandelten Holz gefertigt, manche sind mit Stoff umwickelt, alle sehen benutzt aus. Eine melodramatische Stimmung liegt über der Installation, verstärkt von künstlichem Licht, mit dem Fornieles einen kalifornischen Sonnenuntergang imitieren will. Dessen Phasen sind mit kitschiger Musik abgestimmt – von Pop über Wiener Walzer bis hin zu Disney-Filmmusik –, womit sich die erschaffene Welt endgültig vom Draußen abgekapselt. Der Titel der Ausstellung übernimmt den Namen einer preisgekrönten US-amerikanischen Mockumentary-Serie, die konventionelle Vorstellungen von amerikanischem Familienleben in einem kleinen Vorort parodiert. Fornieles erklärt, sich für Stereotypen zu interessieren. Um dies zu verdeutlichen, hängt er über den Eingang ein blau-grünes Bild von einem idyllischen Haus mit Fester, Tür und Schornstein wie aus einem Zeichentrickfilm. In der Installation führen außerdem stets anwesende Performer Stereotypen auf: Eine junge Frau zum Beispiel hält sich unaufdringlich in der Nähe von einem Grill auf, liegt gelangweilt auf ihrem Bett und ist mit ihrem Handy beschäftigt oder sitzt betont nachdenklich in einem Pavillon. Ihr Verhalten und die Installation insgesamt wirken so desorientierend wie zielloses Surfen im Internet.

Im Interview für die Ausstellungsbroschüre bezeichnet Fornieles die Performer als „human gifs“, die Installation als „Pinterest reality“ – und benennt damit seine Strategie der skulpturalen Nachbildung von Bildern aus image sharing-Plattformen wie Pinterest, Tumblr und Instagram, in denen ihm zufolge populäre Vorstellungen für das gute Leben gebildet werden. Dies ist die konzeptuelle Verknüpfung zu einem weiteren zentralen Element der Ausstellung, nämlich einer vom Künstler programmierten Website mit von ihm vorgegebenen Suchbegriffen, die Nachrichten, Profile und Bilder selektieren und in Echtzeit auf Monitore in der Ausstellung übertragen. Schon früher setzte sich Fornieles mit sozialen Plattformen wie Facebook und Twitter auseinander und nutzte ihre spezifischen Möglichkeiten. In der Chisenhale Gallery agiert er eher wie ein Marketingunternehmen, das Trends auf der Basis von Sehnsüchten und Wünschen erkennt, die sich im Internet durch anerkennende und befürwortende Likes und Shares manifestieren.

Fornieles weist in dem Interview auf die Notwendigkeit zur radikalen Änderung der Grundstrukturen der heutigen Gesellschaft hin. Seine Installation bietet keine Lösungen an, sondern zeigt ein unbehagliches Bild der digitalen Welt auf. Hier bauen Klischees auf Klischees auf und bilden Algorithmen parallele Wirklichkeiten, die nichts Anderes sind als die Reproduktionen ihrer selbst. Dabei fußt diese Welt auf Zufall und Emotionen wie Sentimentalität oder Nostalgie. Insofern kann man die Ausstellung als eine Spekulation über eine Wirklichkeit bezeichnen, die allein Algorithmen unterordnet ist und von Affekten zusammengehalten wird.

Während beide Künstler also mit Affekten arbeiten, interessiert Fornieles nicht nur, wie Marktakteure diese einsetzen, sondern er insinuiert auch eine der Sache gemäß komplexe Wirklichkeit, in der diese Affekte gleichsam materialisiert herrschen. In ihrer betonten Künstlichkeit spiegelt sie die Kontingenz unserer Realität wieder. Das Pathos hingegen, mit dem Arunanondchai seine euphorischen Performances betreibt, fasziniert und irritiert zugleich. Mystizismus, gepaart mit formalen Gemeinplätzen westlicher Nachkriegskunst und spektakulär dargeboten, beeindruckt immer wieder Institutionen und Öffentlichkeit. So wie bei dem Künstler Terence Koh, der strahlend weiße Installationen aus teilweise unbeständigen Materialien wie Schokolade, Blut und Samen schuf, rituelle Performances aufführte und bei Institutionen ebenso wie Sammlern vorübergehend äußerst gefragt war. Ein Artikel in New York Times enthüllte zeitgleich Kohs finanziellen Spekulationen und demaskierte ihn als „young punk capitalist“[2], der die Grenzen zwischen Kunst und Markt herausfordere und dabei kräftig profitiere. Bei Arunanondchai sind es die Grenzen zwischen Kunst und Lifestyle, die dermaßen fließend geworden sind, dass die Frage nach einer kritischen Distanz sich von vornherein nicht stellt. Die Frage nach der Relevanz dieser Kunst allerdings umso mehr.

Text: Viktoria Draganova

Korakrit Arunanondchai, geb. 1986 in Bangkok, lebt und arbeitet in New York und Bangkok.
Ed Fornieles, geb. 1983 in Petersfield, lebt und arbeitet in London.

[1] Jerry Saltz, Seeing Out Loud: Why Oscar Murillo’s Candy-Factory Installation Left a Bad Taste in My Mouth, http://www.vulture.com/2014/05/saltz-on-oscar-murillos-candy-art.html
[2] Marc Spiegler, Is Terence Koh’s Sperm Worth $100,000?, http://nymag.com/arts/art/features/26275/

 

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Installation view, Carlos / Ishikawa, Frieze Focus, London, 2014 © the artists, courtesy Carlos / Ishikawa, London

 

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Installation view, Carlos / Ishikawa, Frieze Focus, London, 2014 © the artists, courtesy Carlos / Ishikawa, London

 

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Installation view, Carlos / Ishikawa, Frieze Focus, London, 2014 © the artists, courtesy Carlos / Ishikawa, London

 

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Installation view, Carlos / Ishikawa, Frieze Focus, London, 2014 © the artists, courtesy Carlos / Ishikawa, London

 

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Installation view, Carlos / Ishikawa, Frieze Focus, London, 2014 © the artists, courtesy Carlos / Ishikawa, London

 

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Installation view, Carlos / Ishikawa, Frieze Focus, London, 2014 © the artists, courtesy Carlos / Ishikawa, London

 

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Installation view, Carlos / Ishikawa, Frieze Focus, London, 2014 © the artists, courtesy Carlos / Ishikawa, London

 

„2557“ (Painting with history in a room filled with men with funny names 2) (Trailer) (feat. Harry Bornstein) from Korakrit Arunanondchai on Vimeo.

 

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Korakrit Arunanondchai 2557 (Painting with history in a room filled with men with funny names 2) (with Korapat Arunanondchai) Installation view, Carlos / Ishikawa, London, 2014 © the artist, courtesy Carlos / Ishikawa, London

 

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Korakrit Arunanondchai 2557 (Painting with history in a room filled with men with funny names 2) (with Korapat Arunanondchai) Installation view, Carlos / Ishikawa, London, 2014 © the artist, courtesy Carlos / Ishikawa, London

 

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Korakrit Arunanondchai 2557 (Painting with history in a room filled with men with funny names 2) (with Korapat Arunanondchai) Installation view, Carlos / Ishikawa, London, 2014 © the artist, courtesy Carlos / Ishikawa, London

 

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Korakrit Arunanondchai 2557 (Painting with history in a room filled with men with funny names 2) (with Korapat Arunanondchai) Installation view, Carlos / Ishikawa, London, 2014 © the artist, courtesy Carlos / Ishikawa, London

 

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Korakrit Arunanondchai 2557 (Painting with history in a room filled with men with funny names 2) (with Korapat Arunanondchai) Installation view, Carlos / Ishikawa, London, 2014 © the artist, courtesy Carlos / Ishikawa, London

 

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Korakrit Arunanondchai 2557 (Painting with history in a room filled with men with funny names 2) (with Korapat Arunanondchai) Installation view, Carlos / Ishikawa, London, 2014 © the artist, courtesy Carlos / Ishikawa, London

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Performer: Flora Wellesley Wesley. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Performer: Flora Wellesley Wesley. Photo: Andy Keate.

 

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Ed Fornieles, Modern Family,  2014, installation view. Commissioned by Chisenhale Gallery. Courtesy of Carlos/ Ishikawa, London. Performer: Flora Wellesley Wesley. Photo: Andy Keate.