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Dorf

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In den besonders mondän gesinnten Ballungsräumen gilt es als angesagt, sich gelegentlich den Großstadtsmog aus den Augen zu wischen und einen verklärten Blick über Landidylle schweifen zu lassen. Das counter-movement zur Landflucht als Lifestyle-Akt, Wohnräume in lückenloser Manufactum-Möblierung, weichgezeichnete, Dorf-duftende „Schöner Wohnen“-Spreads – alles Anzeichen eines Agrarromantizismus, der die städtische Isolationshaft, das urbane Chaos, den Lebens-feindlichen Moloch anprangert. Klar, the grass is always greener auf der Waldwiese, die Entfremdung von der Natur ein Problem. Gleichzeitig weht ein beißender Muff von Lebensreform, Wertkonservatismus und „früher war alles besser“-Gemurmel durch die Idealisierung einer Dorf-Idee, die oft von fragwürdigen Kräften als Abschottungsraum gegen alles Neue und Fremde instrumentalisiert wird.
Welche Bedeutung hat das Dorf, wenn wir ohnehin alle im global village Leben, welche Möglichkeiten und welche Risiken dampft der Begriff in unsere Vorstellungen? Dennis Buck, Andi Fischer, Michael Günzer und Conny Maier lassen ihre Arbeiten um eine aktuelle Idee des Dörflichen kreisen und hieven ihre „Dorf“-titelnde Group-Show konsequenterweise auch dahin, wo es gelegentlich nach Morgentau und Kuhmist duftet.

Text: Andreas Richter

 

Installationsansicht
Michael Günzer, Andi Fischer, Conny Maier
Installationsansicht
Michael Günzer, Dennis Buck
Dennis Buck, Conny Maier
Dennis Buck
Michael Günzer
Conny Maier, Dennis Buck
Dennis Buck
Conny Maier
Dennis Buck
Andi Fischer, Conny Maier
Andi Fischer

 

Fotograf: Marc Hörger

Gruppenausstellung: Dorf
Andi Fischer, Conny Maier, Dennis Buck & Michael Günzer.
25.-26.11.2017
Im Gerinne 2
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