drama baby!

Am 22. Oktober 2015 eröffnet die Medienkunstausstellung drama baby! on staging the self, die das KünstlerInnen-Kollektiv UNST mit freundlicher Unterstützung der Sammlung Video- Forum des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) realisiert.

Kühlhaus Berlin, Luckenwalder Str. 3, 10963 Berlin
22. bis 25. Oktober 2015
Eröffnung: Do., 22. Oktober 2015, 19 Uhr

Artists, politics, celebrities, selfies… on staging the self by performing the other. Die Ausstellung drama baby! zeigt im Kühlhaus aktuelle Positionen zeitgenössischer Medienkunst in einer experimentellen Bildskulptur, die über die klassische Ausstellungssituation hinaus geht. Untersucht wird die Pose als Instrument medialer, politischer, popkultureller und nicht zuletzt künstlerischer Inszenierungsstrategien selbst.

drama baby! beschäftigt sich mit dem allgegenwärtigen Abbild als Merkmal unserer heutigen Zeit, in der alles und jeder überall und jederzeit gefilmt und fotografiert wird und in der all unsere Abbilder über die verschiedensten Kanäle wieder auf uns zurück flimmern. Das Abbild ist gewissermaßen die Währung, über die der Wert der Wirklichkeit bestimmt wird. Das Leben befindet sich in einer medialen Spiegel-Situation, zwischen Bildschirm und Kamera auf einer Bühne, auf der das Posieren zum festen Bestandteil geworden ist.

Ist es berechtigt, seit dem Ende des 20. Jahrhundert von der staged reality als Lebensweise zu sprechen? Mit dieser und ähnlichen Fragen regt die Ausstellung eine Diskussion über die Pose und über die Ernsthaftigkeit des Spiels mit der Authentizität in unserer heutigen Inszenierungsgesellschaft an, und lotet den hauchdünnen Raum zwischen Marketing- und Selbstinszenierungskonzepten aus.

Initiiert und kuratiert wird die Ausstellung drama baby! vom Berliner KünstlerInnen-Kollektiv UNST. Mit freundlicher Unterstützung des Video-Forum des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) sind unter anderem Arbeiten von Anetta Mona Chişa, Manja Ebert, Shahram Entekhabi, Constantin Hartenstein, Hyeonjin Kwon, Daniela Imhoff, Steffen Köhn, Sarah Mock, Julian Öffler, Stefan Panhans, Kristina Paustian, Franz Reimer, Julia Charlotte Richter, Marko Schiefelbein, Ana Baumgart & Ina Schoof, Olivia Verev, Markus Walenzyk und Maike Zimmermann zu sehen. In einem wechselnden Mit- und Gegeneinander der Arbeiten entwickelt sich die Ausstellung unentwegt dynamisch in Bild und Ton und erschafft über die Zeit immer neue Erfahrungssituationen.

Über UNST

UNST ist ein gemeinsames Projekt von fünf Berliner MedienkünstlerInnen, die sich 2014 in Berlin zusammen geschlossen haben, um in einer Serie von experimentellen Raum- und Ausstellungssituationen eine eigene Ausstellungssprache für Medienkunst zu entwickeln.

Als offenes Kollektiv sucht UNST sucht dabei eine enge Zusammenarbeit mit KuratorenInnen und KunstwissenschaftlerInnen, um über die Serie von Ausstellungen hinaus eine Plattform für die Auseinandersetzung mit relevanten Themen für NachwuchskünstlerInnen aufzubauen.

Manja Ebert
Sonja Longolius (freie Kunsthistorikerin)
Sarah Mock
Kristina Paustian
Franz Reimer
Maike Zimmermann

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AnettaMonaChisa, What the fuck are you staring at, 2001-2007, courtesy Sammlung Video-Forum des Neuen Berliner Kunstvereins

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Constantin Hartenstein, ALPHA, still 10, © Studio Hartenstein

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Promised Land, 2013, courtesy Julia Charlotte Richter, Gallery Anita Beckers

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Shahram Entekhabi, MEHMET, 2005, courtesy Sammlung Video-Forum des Neuen Berliner Kunstvereins

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Steffen Köhn, Always Here, courtesy Steffen Köhn