Submission
group show

Es ist viel passiert

a one day exhibition in the parking lot of Apartmenthotel Marienhof in Vienna with works by Karoline Dausien, Kerstin von Gabain, Helmut Heiss, Axel Koschier, Thea Moeller, Liesl Raff, Janusz Rossi, Saskia Te Nicklin


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ES IST VIEL PASSIERT
Janusz Rossi

INT. TAG INNEN STUDIO – KUNSTLICHT
Ein dunkles Fernsehstudio, auf dem Podium sitzt der SCHAUSPIELER (34) mit Brille, langem braunem Haar und dunklen Augen. Er spielt den Autor. Ihm gegenüber, aber dem Publikum zugewandt sitzt eine Frau, blondes, kurzes Haar, stilvoll leger gekleidet, wie jemand, der ein Kulturmagazin auf arte oder 3Sat moderieren würde. Die SCHAUSPIELERIN (42), die die Moderatorin spielt.
Eine Flimcrew bewegt sich um die Bühne herum und wir verstehen, dass sie eine Fernsehaufnahme für einen Kinofilm inszeniert. Komparsen stehen an den Studiokameras und tun so, als würden sie diese bedienen, während Gripper Schienen für die Fikmkamera vor der Bühne legen.
Der REGISSEUR (48) steht vor dem Schauspieler und wirkt verärgert.
REGISSEUR
Das muss langsamer sein, sanfter, unsicherer. Autoren sind Wesen, die sind verhuscht, verstehst du?
SCHAUSPIELER
Jaja, ich weiß das, ich habe früher auch geschrieben. Ich kenne das. Aber das heißt ja nicht, dass meine Figur ein Klischee sein muss.
REGISSEUR
Es geht ja nicht nur darum, dass man den Schreibprozess kennt, es geht auch darum, wie einen die Branche prägt. Wie man sich verhält. Was die Branche von dir erwartet. Du musst also spielen, dass du etwas spielst, was irgendwann Teil von dir wurde, aber nicht echt ist.
Der Schauspieler blickt zur Schauspielerin, dann atmet er verwirrt aus. Das war ihm zu kompliziert.
SCHAUSPIELER
Also ich weiß nicht genau.
Ich achte ja auch darauf, wie ich
mich in Interviews gebe. Ich kenn
das schon…
Die Schauspielerin nickt ihm ermutigend zu, wenn er ihren Blick sucht.
REGISSEUR
Ja na klar, aber als Schauspieler
ist das doch was völlig anderes.
(MORE)
2.
REGISSEUR (CONT’D)
Als Autor, da wird von einem doch
ein anderes Niveau an Reflexion
abverlangt, gerade wenn man am
Diskurs teil nimmt. Gerade in
Deutschland. Verstehst du?
Der Regisseur wird vom Blick der beiden Schauspieler abgelenkt, die zu einem Techniker vor der Bühne blicken, der sich beim Aufbau der Schiene verletzt hat.
REGISSEUR
Klara! Klara, was ist da los?
Klara, eine kleine taffe Person, eilt zu dem Techniker, der sich die blutende Hand hält.
KLARA
Ja, das passiert halt, wenn man hinterher hängt. Bitte beeil dich heute ein bisschen mit dem Proben.
Der Regisseur wird ungeduldig, dreht sich wieder zu seinem Schauspieler.
REGISSEUR
(eindringlich)
Verstehst du denn nicht, alles ist ein Blanceakt, JEDES WORT! Das will ich spüren, den inneren Kampf, das suchen nach Worten, die Empfindsamkeit, die Angst in den Schmerz der anderen zu treten. Das ist doch für einen Autor eine riesen Verantwortung, vor allem in Deutschland. Euch Schauspielern verzeiht man da viel mehr, nein euch stellt man bestimmte Fragen gar nicht erst.
SCHAUSPIELER
Naja, komm, als wären wir alle
Idioten.
REGISSEUR
Es geht doch nicht immer um dich,
hör doch mal auf jetzt, MENSCH!
Der Regisseur stampft von der Bühne.
REGISSEUR
Ich hab keine Energie mehr, Egos zu
pempern.
Der Regisseur kommt wieder zurück.
3.
REGISSEUR
Warum lässt du dir denn nicht einfach mal was sagen, muss ich denn immer alles argumentieren.
Der Regisseur geht wieder ab. Der Schauspieler und die Schauspielerin sind nicht wirklich irritiert.
SCHAUSPIELER
Weißt du, was er meint?
SCHAUSPIELERIN
Mach halt einfach den komplexen, sensiblen Künstlertypen.
SCHAUSPIELER
(murmelt)
Das ist doch voll altmodisch. Wo sind wir denn, Großstadtneurotiker, oder was.
Der Regisseur kommt wieder auf die Bühne, diesmal mit einem Kaffee in der Hand.
REGISSEUR
Dazu kommt doch, dass du als Autor mit Migrationshintergrund eine laute politische Position haben MUSST. Du kannst nicht einfach Krimis schreiben, das erlaubt die Branche nicht. Du MUSST kommentieren. Es geht immer um dich. Du bist entweder liberal oder konservativ. Schau, deine Figur hat später diese Amour Fou, mit Barbara. Daran scheitert sie, dass sein Beruf ihn zwingt sich immer mit sich zu befassen und er alles verwertet, kein Streit, kein Sexakt der nicht Teil seines Theorems wird. Er kann nicht konservativ sein, er kann nicht gläubig sein.
Der Schauspieler weiß wieder nicht so recht, was er dazu sagen soll. Er blickt zu seiner Kollegin, die seinem Blick ausweicht und sich den Kopf kratzt.
SCHAUSPIELER
Naja gut, was heißt das denn
konkret für diese Zeilen hier.
Er holt sein Skript hintern dem Stuhl hervor und liest vor.
4.
SCHAUSPIELER
„Als ich mit dem Buch angefangen hatte, habe ich mich immer wieder gefragt, ob ich das Recht dazu habe diese Geschichte zu erzählen. So.“
(pause)
Was hat es mit diesem “SO” auf
sich, brauch ich das am Ende?
REGISSEUR
Ja na klar. Füllwörter. Immer mal wieder Pause machen. Dieses “SO” ist eine Insel, eine Etappe, auf der du dich kurz ausruhen kannst, bevor du weitere Gedankenwolken strukturierst. Und für den Satz davor heißt das, dass du die Moderatorin immer wieder ansiehst, fragend und dann wieder in dich versinkst und wirklich ernsthaft besorgt bist, ob du alles richtig machst. Aber so, als wärst du dafür der Maßstab, oder eine höhere Macht, nicht sie.
Der Schauspieler nickt, versteht.
SCHAUSPIELER
Gut.
REGISSEUR
Gut?
Ja. Verstanden.
SCHAUSPIELER
Der Regisseur klatscht in die Hände und geht von der Bühne.
REGISSEUR
Klara! Wir machen eine Probe und dann eine technische Probe, wenn Felix soweit ist. Haben wir jetzt einen Gripper weniger?
KLARA
Mach dir keine Gedanken.
REGISSEUR
Ok, Ruhe bitte.
KLARA
RUHE BITTE FÜR EINE PROBE!
Alle gehen auf Anfang, außer den Leuten, die im Hintergrund aufbauen müssen, herrscht nun Ruhe im Studio. Der Regisseur verbeugt sich mit einer kleinen Geste des Respekts vor den Schauspielern, als er sie bittet los zu legen.
5.
REGISSEUR
Bitte.
Die Schauspielerin, die die Moderatorin spielt macht den Anfang.
SCHAUSPIELERIN
Die Ressonanz ist ja bisher auch immer persönlich, Kritik an dem Buch immer mit ihrer Person verbunden. Wie gehen Sie damit um?
SCHAUSPIELER
Als ich mit dem Buch angefangen hatte, habe ich mich immer wieder gefragt, ob ich das Recht dazu habe diese Geschichte zu erzählen. So.
Der Schauspieler wirkt nachdenklich, empfindsam. So als würde er einen inneren Kampf führen bei der Suche nach den richtigen Worten. Ein Balanceakt, der seine Angst zeigt in den Schmerz davor zeigt in den Schmerz anderer zu treten.
SCHAUSPIELER
Aber das alles ist wie aus mir heraus gebrochen. Die Entscheidung darüber, ob ich das darf habe ich dann dem Verlag, bzw. den Lesern überlassen. Ich konnte sie nicht treffen. Die Kritik ist als Augenwischerei – mit mir hat das alles nichts zu tun. Ich bin wie ein Durchlauferhitzer.
Der Schauspieler spielt das nun mit einer charmanten Verletzlichkeit und dem traurigen Schmunzeln eines Kindes.
REGISSEUR
Ja genau. Super. Danke! Wie hat
sich das für dich angefühlt?
Der Regisseur springt zu dem Schauspieler auf die Bühne.
SCHAUSPIELER
Gut. Tatsächlich anders. Ich bin ja in den Interviews eher selbstsicher und klar. Da versucht man ja schon auch nicht als zu kompliziert rüber zu kommen, man will ja wieder gebucht werden…
Der Schauspieler blickt zu der Schauspielerin, die ihren Kopf inzwischen müde abgestützt hat, aber ermutigend nickt, wenn sie der Blick des Kollegen trifft.