Submission
Alex Wissel mit einer arbeit von Helin Alas


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Alex Wissel, Ausstellungsansicht „Kölner Stadtarchiv“, 2021
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Alex Wissel, Weltkulturerbe Kölner Dom, 2021, Buntstift, Wurstatrappen, Luftschlangen auf Raufasertapete, 200 x 150 cm
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Alex Wissel, Gürzenich, 2021, Mixed Media, Maße variabel
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Alex Wissel, Detailanischt „Gürzenich“, 2021
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Alex Wissel, Ein Porträt in Farbe, 2021, Buntstift, Gouache auf Schutzumschlag, 56 x 35 cm
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Alex Wissel, Rauminstallation „Pestbeulen“, 2021, Styropor, Pappmaché, Wandfarbe, Gouache, Maße variabel
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Helin Alas, Kölner Dom (angefragt von Alex Wissel, nach Helin Alas „Traumhaus, erste Visualisierung (entstanden im Workshop von Alex Wissel), 2020), 2021, Karamell, Lebensmittelfarbe, 50 x 23 x 38 cm
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Alex Wissel, Peitsche, 2021, Mixed Media, 80 x 44 cm
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Alex Wissel, Installationsansicht „Kölner Stadtarchiv“, 2021
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Alex Wissel, Installationsansicht Kölner Stadtarchiv, 2021, Buntstift auf Raufasertapete, 85 x 90 cm

Am 03.09.2021 eröffnet zeitgleich zur Ausstellung Kölner Stadtarchiv der Neubau des historischen Archivs der Stadt Köln. Zwölf Jahre zuvor war das Vorgängergebäude in der Severinstraße eingestürzt und begrub mit sich Dokumente aus 2.000 Jahren Kölner Stadtgeschichte.

Die Ausstellung Kölner Stadtarchiv in der mauer arbeitet mit diesem Bild verschütteter Geschichte. Welche Geschichte(n) erzählen wir uns?
Wie und für wen wird Geschichte produziert? Und zu welchem Zweck?

Nach der Reichsgründung 1871 befand sich Deutschland mitten in einem transmedialen Prozess der nationalen Identitätskonstruktion. Das ‚Deutsche‘ gab es so vorher nicht. Um die Bevölkerung zu einen und den Machtanspruch zu legitimieren, forcierten die Preußen daher ein nationales Geschichtsnarrativ,
das sie als natürlichen Erben 2.000 Jahre deutscher Geschichte erschienen ließ und der Bevölkerung ein Bild von geteilter Geschichte vermitteln sollte.
Teil dieser nationalen Kulturpolitik waren historische Festzüge und Künstlerfeste, die die Vergangenheit anschaulich und erlebbar machten: Historienmaler inszenierten sogenannte ‚lebende Bilder‘, die das nationale Erinnerungsnarrativ mithilfe vorher festgelegter Rollen spielend erlernbar machten und tief in die Körper der Bevölkerung einschreiben sollten. Gleichzeitig wurde eine Art Bühnenbildisierung der deutschen Landschaft vorangetrieben. Große Nationaldenkmäler wurden an landschaftlich und touristisch günstig gelegenen Stellen gebaut. Diese nationalen Wallfahrtsorte forcierten – auch abseits der Künstlerfeste – etwa an Familienausflügen das neue gesamtdeutsche Narrativ als festen Bestandteil in der DNA der Bevölkerung zu verankern.
Im Zuge dieser Bühnenbildisierung wurde auch der Kölner Dom, nachdem er Jahrhunderte lang Baustelle geblieben war, von den Preußen als ‚nationales Heiligtum‘ und symbolische Verwirklichung deutscher Einheit fertiggestellt.
Anlässlich der feierlichen Einweihung Doms gestalteten vornehmlich Düsseldorfer Künstler einen historischen Festzug indem die Geschichte des Dombaus mit der Deutschlands gleichgesetzt wurde. Am Ende des Zuges segnete eine überlebensgroße Germania Statue den Dom. Neben vielen Stichen, Malereien und Souvenirs entstand im Gürzenich ein großes Wandgemälde, das den Festzug als Historiengemälde festhielt.

Die Ausstellung Kölner Stadtarchiv von Alex Wissel nimmt den Domfestzug von 1880 zum Anlass um über die Vermengung von Nationalismus, Nation Building und Nation Branding und Tourismus in einer kapitalistischen Ökonomie nachzudenken. Die Pestbeulen, die in seiner Beschäftigung mit dem Thema immer wieder auftauchen, fungieren hier als Bild der toxischen Aspekte dieser nationalen Narration, die jahrelang im Verborgenen schlummerten und doch jederzeit wieder aufplatzen (können).