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WAGEHE RAUFI

ORNAMENTAL HERMIT

Wagehe Raufi beschließt ihren dreimonatigen Aufenthalt als Stipendiatin der ehemaligen Künstlerkolonie Willingshausen mit einer Ausstellung.


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Ornamental Hermit heißt übersetzt Schmuckeremit – Ein Mensch, der dafür bezahlt wird sich in eine Landschaft zu setzen und sie mit seiner Anwesenheit optisch zu bereichern. Diese Praxis stammt aus dem 18. Jahrhundert, einer Zeit in der man Landschaftsparks so gestaltete, dass sie aussahen wie begehbare Gemälde. Diese Parks lösten geometrisch geordnete Barockgärten in einer Zeit ab, in der man sich zusehends fragte, was der Naturzustand des Menschen sei und wie weit er sich die Natur Untertan machen könne. Der Schmuckeremit war in dieser Zeit der „edle Wilde“, den sich wohlhabende Parkbesitzer leisteten, um sich an dessen Unverdorbenheit und Ursprünglichkeit zu erfreuen. Sein Zuhause war die Eremitage oder auch Einsiedelei.

Als Einsiedler bezeichnet man auch den kleinen Krebs, der nicht in der Lage ist ein eigenes Haus zu bauen. Er nutzt verlassene Schneckenhäuser, um nicht hilflos zum Opfer von Fressfeinden zu werden. Wird ihm seine Behausung zu klein, sucht er sich eine neue.

Wagehe Raufi war von Mitte Februar bis Anfang Mai Stipendiatin des Residency Programms der ehemaligen Künstlerkolonie Willingshausen. Wie alle StipendiatInnen wohnte sie für drei Monate im alten Hirtenhaus. An der Fassade des Hauses liest man: „Dies Haus ist mein und doch nicht mein, dem nächsten wird es auch nicht sein, den dritten trägt man auch hinaus drum Wanderer sag, wem gehört dieses Haus?“ Wagehe nimmt den Satz in ihre Videoarbeit auf und richtet die Frage an sich selbst: „Wagehe wem gehört dieses Haus?“

Muss ein Haus überhaupt jemandem gehören? Könnten Häuser nicht vielleicht ein eigenes Leben führen? Könnten sie als selbstständige Wesen die Landschaft besiedeln? Wesen, die mit ihrer Fassade einen Blick auf ihren Charakter offenbaren, den ihr Inneres doch nie ganz preisgeben will? Wesen, mit einem Außen und einem Innen, die unabhängig sind von denen die kommen und gehen…

Das Hirtenhaus spielt eine zentrale Rolle in der Videoarbeit, die Wagehe Raufi in den Raum der Kunsthalle projiziert. Es ist das Heim eines nackten Einsiedlerkrebses. Er bewegt sich durch das Innere des Hauses, welches sich in abstrakte Bilder auflöst und so die BetrachterInnen einlädt die eigene räumliche Orientierung zu verlieren. Der Raum der Kunsthalle selbst ist in rotes Licht getaucht und mit einer Plane ausgelegt. Auch er weicht sich auf und wird organisch wie das innere eines Körpers. Er absorbiert die Zeichnungen und Drucke aus der Geschichte der Malerkolonie Willingshausen, die sich zum Video in den Ausstellungsraum gesellen. Die Installation der leicht transparenten Skulptur, deren Volumen aus einer Fläche geborgen ist, thront über der Szenerie im roten Sonnenlicht. Und der getönte Blick hinaus lädt ein auch die Nachbarhäuser zu fragen wer sie denn eigentlich sind…