„Stopover“ @ UG des Folkwang Museums

Bahram Shabani

Bahram Shabani

Franziska Schrödinger

Franziska Schrödinger

Max Füllbier

Max Füllbier

Michael P. Romstöck

Michael P. Romstöck

Michael P. Romstöck

Patrick Möckesch

Patrick Möckesch

Sofia Barajas

Tim Dechent

Tim Dechent

Fotografiert von Marie-Luise Mayer

Am Anfang einer kreativen Arbeit stehen viele lose Enden, Fragmente, die zu einer Idee streben, deren genaue Bestimmung noch ungewiss ist. Einzelne Spuren werden erst vage, dann zielgerichtet verfolgt, manche werden wieder verworfen. Ideen werden umgesetzt, bekommen Struktur und tragen Informationen. Auf diese Weise kristallisiert sich im Verlauf der Zeit etwas Zusammenhängendes heraus; der Prozess nähert sich einer festen Form. Aus Gedanken werden Bilder. Die Zwischenschritte, die am Ende zu der finalen Arbeit führen, gehören wie ihr Anfang und ihr Ende zu einem Werkprozess, bleiben jedoch meist unsichtbar.

Die Ausstellung Stopover hingegen hebt eben jene Meilensteine einer künstlerischen Entwicklung hervor. Nach knapp einem Jahr Studium erhalten die Folkwang- Studierenden des Masters Photography Studies die Aufforderung, an eben jenen Rastpunkten innezuhalten und ihre Ansätze in Gestalt der jährlichen Ausstellung in den Räumen des UG im Museum Folkwang zu konkretisieren. In diesem Sinne sieht das Konzept der Ausstellung vor, Arbeiten zu zeigen, bei denen es sich explizit nicht um Abschlussarbeiten handelt. So bieten die diesjährig Ausstellenden Sofia Barajas, Tim Dechent, Max Füllbier, Patrick Möckesch, Michael Paul Romstöck, Franziska Schrödinger und Bahram Shabani Einblicke in die aktuellen Projekte ihres dritten Studiensemesters.

Zu sehen ist ein „Stopover“ inmitten der andauernden Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie und den jeweiligen künstlerischen Prozessen – von der intensiven Beschäftigung mit einem spezifischen Thema bis zur Bildfindung. Die Ausstellung zeigt verschiedene medienspezifische Zugänge, Fragstellungen und Probleme, welche um die Wahrnehmung und Darstellbarkeit von Umwelt, Raum und Realitäten im fotografischen Bild kreisen. 

Text: Sandra Happekotte & Marie-Luise Mayer