Gregor Lau

In den eigenen vier Wänden

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Installation view, Laube Karlsruhe, Gregor Lau
Installation view, Laube Karlsruhe, Gregor Lau
Lass uns rein gehen, draußen ist es kalt, 2022, Mixed Baustelle Media
Lass uns rein gehen, draußen ist es kalt, 2022, Mixed Baustelle Media
Installation view, Laube Karlsruhe, Gregor Lau
Installation view, Laube Karlsruhe, Gregor Lau
Tür zu, es zieht, 2022, Mixed Baustelle Media
Tür zu, es zieht, 2022, Mixed Baustelle Media
Installation view, Laube Karlsruhe, Gregor Lau
Installation view, Laube Karlsruhe, Gregor Lau
Hoffentlich regnet es nicht rein, 2022, Mixed Baustelle Media
Hoffentlich regnet es nicht rein, 2022, Mixed Baustelle Media
Fliesentisch, 2022, Mixed Baustelle Media
Fliesentisch, 2022, Mixed Baustelle Media
Bruder muss los (keine Zeit, Gips zieht), 2022, Mixed Baustelle Media,
Bruder muss los (keine Zeit, Gips zieht), 2022, Mixed Baustelle Media,
Installation view, Laube Karlsruhe, Gregor Lau
Installation view, Laube Karlsruhe, Gregor Lau
Scheiße fällt nach unten, 2022, Mixed Baustelle Media
Scheiße fällt nach unten, 2022, Mixed Baustelle Media
(left) Im Bad bin ich alleine, 2022, Mixed Baustelle Media // (right) Scheiße fällt nach unten, 2022, Mixed Baustelle Media
(left) Im Bad bin ich alleine, 2022, Mixed Baustelle Media // (right) Scheiße fällt nach unten, 2022, Mixed Baustelle Media
Guaglio’, cammafa’?, A Cooperation between the ravioli.club and Gregor Lau, Mixed Baustellen Media and handmade Ravioli (da nonna), 2022
Guaglio’, cammafa’?, A Cooperation between the ravioli.club and Gregor Lau, Mixed Baustellen Media and handmade Ravioli (da nonna), 2022
Detail of Guaglio’, cammafa’?
Detail of Guaglio’, cammafa’?
Detail of Guaglio’, cammafa’?
Detail of Guaglio’, cammafa’?
Table for Guaglio’, cammafa’?
Table for Guaglio’, cammafa’?
(EN) An impassable and opaque wall holds something about which you want to get clarity. What is hidden behind a white wall, what are the structures of wall, floor and ceiling as space-creating elements? Gregor Lau shows us the inside of these elements and sublimates them to individual objects in his exhibition. At the same time, he is concerned with topics such as mobility and immobility as opposites of movement and permanence. The exhibition space at Schützenstraße 37 becomes a stage for transformation. By moving through the space, the visitor experiences which site-specific elements have been retained or where irritations occur. Lau shows us his perception of the space-forming elements in the way he presents them or intervenes. Exhibition space (A) Flow table," Let's go inside, it's getting cold outside". "Hopefully it won't rain in" The wall works in the exhibition space (A) give us glimpses of recreated constructions of a wall. Centimeter-thick anonymous building materials (Baustelle Mixed Media) that would wrap around the space are pressed together in layers to form shapes. The foreground, however, is not an established detailed representation, but the pointing out of the determined spatial forms of behavior: Inner or behind of wall is also considered as inner. The hidden inner structures are revealed, stratifications set out. The transparency, in a figurative sense, can be applied not only to the space and its disclosure of construction, but also to the contents and their relationships. The wall, initially perceived as a surface, becomes part of the space, which not only limits the view, but also actively shapes the perceived space in which we move. By revealing it, we find a new relation to the layers of space that lie behind the wall. Acting like a membrane, Lau's works allow a transport of matter through the multi-layered materials. The wall absorbs what has been experienced, what has happened and what has been heard, holds it within itself. The design is closely linked to the process as a form of spectacle, where both the work activity and the structural change in the building become a performance. The audience must pass through the exterior building corridor to enter the second part of the exhibition. The construction site provides a stage for visitors in transit. The sensation of vastness and narrowness of the paths creates tension. We let ourselves be guided by them. Familiar perceptual structures are tested to make space visible in a new way. Space as that which is circumscribed by four walls. Type WB/UB drywall walls - without cladding - form a barrier that circumscribes a space while at the same time allowing views. How we now move through this space remains visible to all, gazes meet, intimacy is not possible, the otherwise protective walls no longer exist. At the same time, the steel beams become supports for further displays. Spaces with their own logic and being. In this combination, one can view the work from the outside or, in a sense, enter it. "Shut the door, there's a draft" Eva Hubich about Gregor Laus exhibition “In den eigenen vier Wänden gehört mir nur ein Koffer“ at Laube Karlsruhe. (DE) Eine unüberwindliche und undurchsichtige Wand birgt etwas, über das man sich Klarheit verschaffen möchte. Was verbirgt sich hinter einer weißen Wand, wie sind die Konstruktionen von Wand, Boden und Decke als raumbildende Elementen? Gregor Lau zeigt uns das Innere dieser Elemente und sublimiert diese zu einzelnen Objekten in seiner Ausstellung. Gleichzeitig beschäftigen ihn Themen wie Mobilität und Immobilität als Gegensätze zu Bewegung und Permanenz. Der Ausstellungsraum in der Schützenstraße 37 wird Bühne für eine Veränderung. Der Besucher erlebt durch seine Bewegung im Raum, welche ortsspezifischen Elemente beibehalten wurden oder wo es zu Irritationen kommt. Lau zeigt uns seine Wahrnehmung von raumbildenden Elementen in der Art und Weise wie er sie präsentiert oder Eingriffe vornimmt. Ausstellungsraum (A) Fließentisch,“ Lass uns rein gehen draußen wird es kalt“ „Hoffentlich regnet es nicht rein“ Die Wandarbeiten im Ausstellungsraum (A) geben uns Einblicke in nachempfundene Konstruktionen einer Wand. Zentimeter dicke anonyme Baumaterialien (Baustelle Mixed Media), die sich um den Raum legen würden, werden in Schichten zu Formen aneinander gepresst. Vordergründig ist jedoch nicht eine etablierte Detaildarstellung, sondern das Aufzeigen der festgelegten räumlichen Verhaltensformen: Inneres oder dahinterliegendes von Wand wird auch als Inneres betrachtet. Die verborgenen inneren Strukturen werden enthüllt, Schichtungen freigelegt. Die Transparenz, kann im übertragenen Sinne nicht nur auf den Raum und dessen Offenlegung der Konstruktion angewendet werden, sondern auch auf die Inhalte und deren Verhältnisse zueinander. Die zunächst als Fläche wahrgenommene Wand wird Teil des Raumes, die nicht nur die Sicht begrenzt, sondern auch den wahrgenommenen Raum, in dem wir uns bewegen, aktiv gestaltet. Durch das Offenbaren finden wir eine neue Relation zu den hinter der Wand liegenden Raumschichtungen. Wie eine Membran fungierend, erlauben die Arbeiten von Lau einen Stofftransport durch die mehrschichtigen Materialien. Die Wand saugt Erlebtes, Geschehenes und Gehörtes auf, birgt es in sich. Die Gestaltung ist eng mit dem Prozess als einer Form des Schauspiels verbunden, bei dem sowohl die Arbeitstätigkeit, als auch die bauliche Veränderung im Gebäude zur Aufführung werden. Das Publikum muss den außen liegenden Hausflur passieren, um in den zweiten Teil der Ausstellung zu gelangen. Die Baustelle bietet eine Bühne für Besucher*innen im Transit. Die Empfindung von Weite und Enge der Wege erzeugt Spannung. Wir lassen uns von ihnen leiten. Gewohnte Wahrnehmungsstrukturen werden geprüft, um Raum neu sichtbar zu machen. Der Raum als das, durch vier Wände Umschriebene. Typ WB/UB Trockenbauwände- ohne Bekleidung- bilden eine Barriere, die einen Raum umschreiben gleichzeitig Durchsichten ermöglichen. Wie wir uns nun durch diesen Raum bewegen, bleibt für alle sichtbar, Blicke treffen sich, Intimität ist nicht möglich, die sonst schützenden Wände existieren nicht mehr. Gleichzeitig werden die Stahlträger zu Trägern für weitere Displays. Räume mit eigener Logik und eigenem Sein. In dieser Kombination kann man das Werk von außen betrachten oder sich gewissermaßen hineinbegeben. „Tür zu, es zieht“ Eva Hubich über Gregor Laus Ausstellung „In den eigenen vier Wänden gehört mir nur ein Koffer“ in der Laube Karlsruhe.

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