Superfacesurface: Malerei in Berlin #3 Dennis Buck

In Dennis Bucks Atelier tummeln sich mehrere Leinwände, deren leuchtende Farben sich im Nebeneinander ineinander verschlingen und zugleich beißen. Teilweise überlappen sich transluzente Schattierungen der Farbtöne und das zweidimensionale Bild scheint zu einem Eingang zu werden. Der auratische Moment der Farbe bricht durch die Setzung verschiedener Begriffe, Buchstaben, Zahlen, die Buck mit Silikon auf das Bild geschrieben hat.

Mehrfach lässt sich sein Name lesen, den er wie in einer Versuchsanordnung unterschiedlich geschrieben hat, seine Telefonnummer, sowie „Silicon on Plastic“, ein Verweis auf die Materialität. Die Leinwände stehen auf Kartons oder Wasserkanistern.
Was bedeutet es eigentlich für einen gegenwärtigen Begriff der Malerei, sofern es diesen gibt, wenn ein Maler sich tradierter Gesten der Bekundung von Autorschaft bedient und diese hinterfragt, wie der Signatur, und sich zugleich durch die scheinbar immanente Reflexion der Malerei in Verweisen auf  Materialität und Wissen um einen Kanon selbst ermächtigt?
Text Seda Pesen

Eine fortlaufende Reihe, ausgewählt von Neven Allgeier und Saskia Höfler-Hohengarten
Fotografie Neven Allgeier