Superfacesurface: Malerei in Berlin #2 Hassina Taalbi

Winter in Berlin. Mit halb erforerenen Händen und verkrusteten Lippen bewegen sich die Menschen steifer als sonst, die Augen zusammengekniffen, die Wangen etwas zu rot. Alles weiche, dynamische passiert diesen Winter – wie in jedem anderen Winter auch – nur in psysisch verschlossenen Räumen. Einer dieser Räume ist das Atelier der Künstlerin Hassina Taalbi Nähe Warschauerstraße. Die Künstlerin (*1988) lebt seit 2010 in Berlin. Zuvor studierte sie in Nantes Bildende Kunst, mit einem Eramus Aufenthalt in Leipzig.
Taalbi beschreibt ihre Malerei als transformative Fusion aus Subjekt und Objekt: „I use to think that the body of the painting and my own body just emerge into a single piece, breathing together, as a structure, almost a machine.“ Oftmals auf einem quadratischen Format, verbinden sich kräftige, leuchtende Linienzu ornamentalen Strukturen und abstrakten Figuren. In ihrer historischen wie kulturellen Auseinandersetzung mit der Malerei inkludiert Taalbi ethnologische Objekte und deren Biografien, um einganzheitliches, synergethisches Bild der Malerei zu schaffen und die Prozesse dieser offenzulegen: „You need the knowledge of your environment (e.g. the paintings) to transform it as an architect or artist.“

Text Seda Pesen

Eine fortlaufende Reihe, ausgewählt von Neven Allgeier und Saskia Höfler-Hohengarten
Fotografie Neven Allgeier