Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe #4 – Tenki Hiramatsu 

Tenki Hiramatsu studiert seit 2016 an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Marcel van Eeden und Daniel Roth. Zuvor studierte er in Tokyo am Nihon University College of Art Kommunikations-Design. Seine Werke wurden bereits in Deutschland, Japan und der Schweiz gezeigt. Im Jahr 2017 erhielt er den Kunstpreis des Kunstvereins Raststatt, wo er im kommenden Jahr in einer Einzelausstellung vertreten sein wird. Derzeit sind seine Werke in der Ausstellung High Ceiling bei Hermann Germann Contemporary in der P2P Hall in Zürich zu sehen.

Wie bist du zur Kunst gekommen? 

Während meines Studiums in Kommunikations-Design in Japan habe ich oft zusammen mit anderen Künstlern interdisziplinär gearbeitet. Auch spielte ich elektronischen Bass in einer Band. Doch dann reizte es mich etwas alleine zu machen und nach meinem Abschluss begann ich zu malen. 

Was fasziniert dich?

Schuhe. Oft betrachte ich die Schuhe der Menschen. Viele Personen tragen sehr schicke Schuhe. Manchmal probiere ich es, auch solch ein feines Schuhwerk an den Füßen zu tragen. Doch meist empfinde ich dann, dass sie nicht zu mir passen. Auch schaue ich gerne Filme, Fassbinder zum Beispiel, ist super! Ich habe mich darauf gefreut, am 15. Dez die Kinopremiere „Der Heilige Berg“ zu sehen, aber leider muss ich im Restaurant arbeiten.

Ebenso üben andere Künstler und Musiker eine große Faszination auf mich aus. So beispielsweise der Avantgarde Musiker Arthur Russel. 

Kleider machen Leute. Und Geld wächst nicht auf Bäumen – wie man sagt.

Welche Rolle nimmt Musik für dich ein?

Musik begeistert mich immer und dabei beeinflusst sie meine Malerei.

Beim Arbeiten höre ich eigentlich immer Musik. Wenn ich Musik höre, denke ich nicht mehr nach und meine Konzentration bleibt zwischen dem Malen und dem Hören, was für mich ideal ist. Dann kann ich sozusagen mit den Händen denken. Dieser Zustand ist mir sehr wichtig. Das bedeutet aber nicht, dass ich Musik male wie ein Kandinsky oder etwas wie Live Painting mache. Die Musik bleibt in gewisser Weise eine Kleinigkeit.

Was lässt dich morgens aufstehen?

Ich schlafe gerne. ☺ 

Wie ist deine Edition für KubaParis entstanden?

Vorbereitend habe ich zwei Steine geschliffen. Anschließend habe ich darauf gezeichnet, insofern ich darauf zeichnen konnte. Es gab keine Vorlage, ich habe einfach improvisiert. Inhaltlich bedienen sich die Arbeiten den Theoremen des Portraits und der Landschaft. Meine Werke sind nicht spielerisch, auch wenn sie manchmal einen solchen Eindruck erwecken mögen. 

KubaParis Edition Tenki Hiramatsu

Was hast du bisher aus deinem Studium mitgenommen?

Mein Studium dauert noch 1 Semester, es gab mir ein Atelier und eine Werkstatt, ebenso wie Ausstellungsflächen. Das ist toll. Aber das Studium lässt mich auch erkennen, dass für mich das Malen besser ist, als etwas mündlich zu erklären. Es liegt nicht ausschließlich an der deutschen Sprache, auch auf Japanisch fällt mir das schwer.  

Ich danke dir für deine Zeit Tenki.

Interview Luisa Schlotterbeck
Pictures Neven Allgeier

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