Taslima Ahmed

Canvas Automata

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Ausstellungsansicht: Taslima Ahmed. Canvas Automata, Westf√§lischer Kunstverein, 2023 Courtesy die K√ľnstlerin und Galerie Noah Klink, Berlin / ¬© Foto: Thorsten Arendt
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Als Malerin stellt sich Taslima Ahmed (*1982 in Liverpool, GB) die Frage, durch welche Entwicklungen sich diese jahrhundertealte Kulturtechnik aktuell ver√§ndert und erneuert. In der Betrachtung zur√ľckliegender Epochen, Stile und Mode findet sich immer der jeweilige Zeitgeist, eine gesellschaftspolitische Stimmung, eine k√ľnstlerische Kritik reflektiert. Erkennt man diese seismografische F√§higkeit der Kunst an, l√§sst sich fragen, was die Bildnisse unserer Gegenwart pr√§gt.¬† Unsere Weltwahrnehmung und damit auch deren Abbildung in der Kunst ist l√§ngst beeinflusst von digitalen Technologien, k√ľnstlicher Intelligenz und Algorithmen, die das menschliche Sehen und kreative Schaffen zu imitieren versuchen. Wird sich dieser Entwicklungsschritt einreihen in die bekannte Abfolge von sich ver√§ndernden Malereitraditionen und Weltmodellen, die sich in ihnen abbilden?¬† Ausgebildet an der St√§delschule hat Ahmed ab 2007 die Praxis der analogen Malerei hinter sich gelassen und sich vor dem Hintergrund zunehmender Technologisierung grunds√§tzlichen Fragen nach der Natur der Malerei gewidmet: Ist Malerei vorrangig eine geistige √úbung? Muss sie mit der Hand ausgef√ľhrt werden? Wo f√§ngt die Hand an? Als Malerin wei√ü Taslima Ahmed, wie man ein Bild mit einem Pinsel und Farbe aufbaut. Aber auf dem Bildschirm ist alles anders. Wie k√∂nnen hier Stilmittel der Malerei, wie das Chiaroscuro, das Impasto, Perspektive und Dreidimensionalit√§t generiert werden?¬† Hier setzt Ahmed an und taucht tief ein in das Spannungsfeld zwischen k√ľnstlicher Intelligenz und menschlicher Wahrnehmung, legt aber immer Wert auf die Interdependenzen zwischen Mensch und Maschine: Ihre Malereien entstehen, weil ein Mensch eine Maschine steuert (anders als bei KI-generierten Bildern) und - in Ahmeds Fall - herausfordert.¬† Der Aspekt der Simulation ist von gro√üer Bedeutung in diesem Zusammenhang: Manches KI-Modell simuliert ein Objekt, ein Bild auf rein ph√§nomenologischer Ebene ‚Äď es bleibt undurchsichtig f√ľr uns, wie die KI zu diesem Endprodukt gelangt ist. Welche Datens√§tze, welche Informationen hat sie wie verarbeitet? Der Prozess bleibt eine Black Box. Es gibt aber auch Rechenmodelle, die l√§ngst auf neuronalen, genetischen und reproduktiven Prozessen basieren und die damit (menschliches) Leben, Wachstum, Reproduktion und Evolution imitieren.¬†¬† Ahmed nutzt verschiedene Rechenmodelle, KI, Mittel der digitalen Bildproduktion und Drucktechniken, um die Illusion und Haptik der analogen Malerei zu rekonstruieren. Ausgehend von medientheoretischen und philosophischen √úberlegungen sowie malereigeschichtlichen Referenzen entwickelt sie Motive, mit denen sie die Grenzen dieser Technologien auslotet und zugleich die Einzigartigkeit menschlicher Wahrnehmung unter Beweis stellt. Wenn man so will, vollzieht Ahmed ihre eigenen Turing Tests.¬† Dabei geht es auch um eine emanzipatorische Geste gegen√ľber einer jahrhundertelangen Malereitradition mitsamt der B√ľrde der st√§ndigen Innovation sowie gegen√ľber einer Allgegenw√§rtigkeit und stetig steigender Einflussnahme digitaler Technologien. Indem Ahmed sich einarbeitet in die komplexe Welt der digitalen Technologien und deren Potentiale, befreit sie sich aus einer passiven Rolle und wird von der bevormundeten Konsumentin zur Herausforderin.¬† Nicht zuletzt kreieren die Werke (erst recht in ihrer streng-klassischen Inszenierung in einem White Cube) eine wirkm√§chtige Simulation von analoger Malerei, dem vertrauten Ph√§nomen von Farbe auf Leinwand, das wir gewohnt sind, in einer Ausstellung zu sehen. Doch diese Simulation, dieses Weltmodell kollabiert in dem Moment, in dem die Betrachter:innen realisieren, dass hier weder √Ėlfarbe noch Pinsel am Werk waren. Die Fragen, die dieser Moment der Reflexion der Interpretation der eigenen Wahrnehmung ausl√∂st, sind der ebenso produktive wie schwerverdauliche Kern dieser Arbeiten.¬† ¬†‚Ä®
Kristina Scepanski

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