Jelena Bulajić

Jelena Bulajić: Untitled (after)

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Jelena Bulajić, Untitled (after Tillmans, Atlantique), 2025. Courtesy the artist. Foto: Kunsthalle Münster / Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, Untitled (after Tillmans, Atlantique), 2025. Courtesy the artist. Foto: Kunsthalle Münster / Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, Untitled (after Bernini), 2020. Courtesy the artist and carlier | gebauer, Berlin/Madrid + After Stone 1-1-3, 2025. Courtesy the artist. Installationsansicht Kunsthalle Münster. Foto: Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, Untitled (after Bernini), 2020. Courtesy the artist and carlier | gebauer, Berlin/Madrid + After Stone 1-1-3, 2025. Courtesy the artist. Installationsansicht Kunsthalle Münster. Foto: Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, After Stone 1-2-1, 2025. Courtesy the artist + After Stone 1-2-2, 2025. Courtesy the artist. Installationsansicht Kunsthalle Münster. Foto: Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, After Stone 1-2-1, 2025. Courtesy the artist + After Stone 1-2-2, 2025. Courtesy the artist. Installationsansicht Kunsthalle Münster. Foto: Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, After Stone 1-2-1, 2025. Courtesy the artist. Foto: Kunsthalle Münster / Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, After Stone 1-2-1, 2025. Courtesy the artist. Foto: Kunsthalle Münster / Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, White on Black 1-4 (40) (detail), 2025, Set aus vierzig Elementen. Courtesy the artist. Foto: Kunsthalle Münster / Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, White on Black 1-4 (40) (detail), 2025, Set aus vierzig Elementen. Courtesy the artist. Foto: Kunsthalle Münster / Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, White on Black 1-4 (40) (detail), 2025, Set aus vierzig Elementen. Courtesy the artist. Foto: Kunsthalle Münster / Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, White on Black 1-4 (40) (detail), 2025, Set aus vierzig Elementen. Courtesy the artist. Foto: Kunsthalle Münster / Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, White on Black 1-4 (1), 2024 + White on Black 1-5 (40), 2025. Courtesy the artist; White on Black 1-1 (6), 2024. Courtesy the artist and carlier | gebauer, Berlin/Madrid. Foto: Kunsthalle Münster / Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, White on Black 1-4 (1), 2024 + White on Black 1-5 (40), 2025. Courtesy the artist; White on Black 1-1 (6), 2024. Courtesy the artist and carlier | gebauer, Berlin/Madrid. Foto: Kunsthalle Münster / Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, After Stone 1-2-1 (detail), 2025. Courtesy the artist. Foto: Kunsthalle Münster / Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, After Stone 1-2-1 (detail), 2025. Courtesy the artist. Foto: Kunsthalle Münster / Moritz Hagedorn
Jelena Bulajić, Untitled (after Bernini), 2020. Courtesy the artist and carlier | gebauer, Berlin/Madrid. Foto: Jelena Bulajić
Jelena Bulajić, Untitled (after Bernini), 2020. Courtesy the artist and carlier | gebauer, Berlin/Madrid. Foto: Jelena Bulajić
Jelena Bulajić, After Sugimoto, Gemsbok, 2023. Courtesy the artist and carlier | gebauer, Berlin/Madrid. Foto: Jelena Bulajić
Jelena Bulajić, After Sugimoto, Gemsbok, 2023. Courtesy the artist and carlier | gebauer, Berlin/Madrid. Foto: Jelena Bulajić
Mit „Untitled (after)“ zeigt die Kunsthalle Münster die erste institutionelle Einzelausstellung von Jelena Bulajić in Deutschland und gibt damit einen Überblick über das Schaffen der serbischen Künstlerin. Bulajić’ Arbeiten sind Werkzeuge zur Erforschung der vermittelten Sicht auf die Welt, Spekulationen über die Dimensionen von Realität. Sie besitzen eine eigene Logik des Zeigens und Offenbarens, gehen aus einer intensiven Beschäftigung mit dem Bildnerischen hervor, dessen Bedingungen und Möglichkeiten. Die Ausstellung bringt verschiedene Werkgruppen der Künstlerin zusammen, darunter neue Arbeiten, die für die Präsentation in der Kunsthalle entstehen und erstmals auch Skulpturen. Die Zusammenschau der unterschiedlichen Werke, das Spiel mit Figuration und Abstraktion führt eine Konzeption des Bildermachens vor Augen und fordert eine Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung ein. In einem Augenblick, in dem wir allzeit von digitalen Bildern umgeben sind, nutzt Bulajić die Bedingungen von Malerei und Skulptur, um zu sehen. Dabei scheint ihr eine Auseinandersetzung mit dem, was wir Bilder nennen, gerade vor dem Hintergrund der allgegenwärtigen Bilderflut von besonderer Bedeutung. Es geht um die Schulung der Sinne. Ihr Spiel mit der Wirklichkeit erfordert Konzentration, ein genaues Hinsehen und Befragen von dem, was wir sehen. Bulajić ergründet das Medium Malerei in seinen unterschiedlichen Facetten. Ist es vordergründig das Motiv, das die Aufmerksamkeit der Betrachtenden auf sich zieht, so sind beim zweiten Blick vor allem Taktilität und Oberfläche von Bedeutung. Mit einer Mischung aus Marmorstaub, gemahlenem Granit, Kalkstein und Kaolin malt die Künstlerin ihre Inhalte und Texturen. In den vergangenen Jahren erweiterte sie die traditionellen Vorstellungen von Porträts und die Behandlung der Oberfläche als dualistische Reflexion physischer Schichten: Strukturen der menschlichen Haut, des Wassers, der Gesteine sowie die Farbe mit all ihren physischen Qualitäten sind das „Lebensmaterial“ ihrer Werke und machen deren Körperlichkeit aus, die „Haut“ des Bildes. In der Gegenüberstellung beziehungsweise Zusammenschau ihrer fotorealistischen Werke mit ihrer abstrakten Serie „White on Black“ begegnet man der Frage, was ein medial vermittelter Realismus eigentlich bedeutet. Denn auf unterschiedliche Art sind die Werkgruppen Bekenntnisse zum Medium Malerei und deren Qualitäten nach der Fotografie. Es ist kein abbildender Realismus, vielmehr wird dieser in Frage gestellt. Es ist die Täuschung von der sich die Künstlerin fasziniert zeigt, die Enttäuschung, mit der sie selbst arbeitet. Die Bilder legen ihr Gemachtsein offen. Vor dem Hintergrund ihrer Beschäftigung mit der Materialität der Farbe, mit der Oberfläche der Malerei, erscheint Bulajić Hinwendung zum Medium Skulptur, als ein konsequenter nächster Schritt. Ihre Serie „After Stone“ (2025) reflektiert die Ambivalenz von Fragilität und Stabilität und untersucht Fragen der Beständigkeit und Vergänglichkeit. Jelena Bulajić wurde 1990 in Vrbas, Serbien geboren; sie lebt und arbeitet in Belgrad, Serbien und Herceg Novi, Montenegro. Ihre Werke waren in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen: Salon des Museum of Contemporary Art, Belgrad (2024), carlier | gebauer, Madrid (2024), Dots Gallery, Belgrad (2023), Museum of Contemporary Art of Vojvodina, Novi Sad (2019), The Saatchi Gallery, London (2016), Workshop, London (2016). Zu den Auszeichnungen, die ihr verliehen wurden, gehören unter anderem der GAM MA Fine Art Prize, City & Guilds of London Art School (2013), der Niš Art Foundation Award (2013), das Elizabeth Greenshields Foundation Grant (2012) und das Grand Diploma for Drawing, XIV INTERBIFEP (2011).
Merle Radtke

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